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Danach ist alles irgendwie relativ
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Lapierre beschreibt einen der trostlosesten Orte Kalkuttas - und somit wahrscheinlich einen der trostlosesten Orte auf diesem Planeten - derart intensiv und realitätsnah, dass sich niemand, wirklich niemand dem entziehen kann. Gleichzeitig widmet der Autor viele der 71 Kapitel jeweils ganz besonderen Eigenarten Indiens, speziell Ostbengalens, dessen alles verschlingender Moloch Kalkutta ist. Mal geht er näher auf das undurchschaubare Kastensystem ein, mal werden wir Zeuge monatelangen "Feilschens", wenn es darum geht, zwei Menschen, die noch Kinder sind, miteinander zu verheiraten (natürlich ohne dass diese hierbei auch nur eine Silbe mitzusprechen hätten geschweige denn einander vorher zu Gesicht bekämen!!); weiter lernen wir, was passiert, wenn Kalkuttas Müllmänner während der Regenzeit streiken, über die unbeschreiblichen Zustände in Indiens Krankenhäusern, die überall präsente Korruption, dem Nebeneinander von arm und reich usw. Und immer und immer wieder wird die furchtbare, die schier ausweglose, erschütternde Armut beschrieben, die von den Bewohnern Kalkuttas mit niemals für möglich gehaltenem Humor, mit Liebe, Würde und Anstand ertragen wird. Dies ist die eigentliche Botschaft des Buchen und davon können und sollten wir lernen!
Eine Rezension von "ittnerhb" >
vom 7. Dezember 2003
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